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Pilotprojekt "Sport als Bildungspartner"

Der Sport will sich in regionale Netzwerke einbringen

23.11.2010
  • Kinder und Jugendliche lernen nicht allein in der Schule. Auch im Sportverein vollziehen sich Bildungsprozesse

 

 


Sport ist weit mehr als laufen, Tore schießen, schwimmen oder Turnen. Sport bedeutet auch lernen, bedeutet Bildung. Dies gilt insbesondere für unseren Nachwuchs, der sich jenseits des formellen Schulunterrichts bei Bewegung, Spiel und Sport in so genannten „informellen Bildungsprozessen“ entwickelt. Institutionen wie Schulen, Sportvereine oder kirchliche Organisationen wollen dafür in „Bildungsnetzwerken“ stärker kooperieren.

Um den Sport für solche Kooperationen noch besser aufzustellen,wurde im Spätsommer das Pilotprojekt  „Sport INKLUSIV - Mitgestaltung lebenswerter Kommunen: Der gemeinnützige Kinder- und Jugendsport als Partner in Bildungsnetzwerken“ in NRW aufgelegt.

Die Erkenntnisse daraus sollen anschließend bundesweite Verbreitung finden. Dafür haben LSB/Sportjugend NRW in der Bertelsmann Stiftung, der Deutschen Sportjugend und dem Institut für Sportwissenschaft der Universität Münster kompetente Mitstreiter gefunden.

Den Auftakt bildete eine Ende Oktober in Witten unterzeichnete Zielvereinbarung mit dem Kreissportbund und der Sportjugend Ennepe-Ruhr. Hier will man sich in den nächsten drei Jahren intensiv damit befassen, welche Potentiale Bewegung, Spiel und Sport insbesondere für interkulturelles Lernen bietet.

Hans Pechtel, Vorsitzender des KSB Ennepe-Ruhr: „Wir wollen mit einem ganzheitlichen Ansatz helfen, dass wir attraktive Lernräume für die Zukunft schaffen. Innerhalb des Projekts werden wir z. B. klären, welche Rolle der Kinder- und Jugendsport in regionalen Bildungslandschaften spielen soll.“

Darüber hinaus sollen die Organisationsstrukturen und die Qualität des Kinder- und Jugendsports im Ennepe-Ruhr Kreis weiter optimiert werden. „Auch das Thema `Integration` spielt eine große Rolle. Sportangebote können helfen, Freundschaften zwischen den Menschen verschiedener Nationen zu schließen.“

Entwicklung "Ganztag"

Hintergrund des Projekts ist insbesondere die Entwicklung im Bereich „Ganztag“. „Wir wollen Angebote und Kooperationen ausbauen. Die Veränderungen in den staatlich verantworteten Bildungs- und Betreuungssystemen sind dramatisch. Wir möchten als Anwalt für Bewegung, Spiel und Sport im Sinne der Kinder und Jugendlichen wirken. Und dabei wollen wir unser Profil schärfen“, sagt Rainer Ruth, LSB-Schulsportbeauftragter. 

Text: Theo Düttmann. Foto: Andrea Bowinkelmann

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